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Therapie von Relapsern/Non-Respondern
Neue Medikamente Mit der heutigen Standardtherapie aus pegyliertem Interferon und Ribavirin können nicht alle Patienten geheilt werden. Neben der Optimierung dieser Standardtherapie werden neue Medikamente entwickelt, die sowohl bei Patienten ohne Vortherapie als auch bei Patienten mit einem Relapse oder einer Non-Response geprüft werden, um die Heilungsraten weiter zu verbessern. Zu diesen Substanzen zählen neuartige Interferone mit noch längeren Halbwertszeiten oder einer stärkeren Stimulation der Interferon-abhängigen Gene, aber auch sogenannte spezifisch wirksame antivirale Substanzen (Stat-C). Diese direkt antiviral wirksamen Substanzen , die sogenannten Protease und Polymerase-Inhibitoren, greifen direkt Enyzme des Hepatitis-C-Virus an, die für die Vermehrung wichtig sind. Dadurch kann sich das Virus nicht mehr so effektiv vermehren. Ähnliche Therapieprinzipien sind schon seit vielen Jahren in der Therapie der chronischen Hepatitis B- oder HIV-Infektion gebräuchlich. Es ist zu erwarten, dass viele Konzepte aus diesen Indikationsbereichen wie z.B. die Kombination verschiedener Medikamente, die die Virusvermehrung auf unterschiedliche Art hemmen, Eingang in die Hepatitis C-Therapie finden werden. Doch auch die neuen Substanzen haben Nebenwirkungen. Dazu gehören u.a. Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, der Haut sowie schwere Kopfschmerzen. Ein weiteres Problem ist die mögliche Entwicklung von Resistenzen.
Resistenzen In der großen Population der Hepatitis-C-Viren gibt es natürlich vorkommende Varianten, die zufällig gegen bestimmte Medikamente resistent sind. Werden diese Medikamente von einem Patienten eingenommen, bei dem die Virusvermehrung nicht optimal gehemmt wurde, können sich diese resistenten Viren sehr stark vermehren. Der sogenannte Wildtyp, der auf das Medikament reagiert, wird zurückgedrängt. Deshalb ist es so wichtig, Substanzen, bei denen Resistenzen ein Problem sein könnten, mit anderen Medikamenten zu kombinieren. Dabei ist es sehr wichtig, darauf zu achten, dass es möglichst zu keiner Zeit zu einem Wiederanstieg der Viruslast kommt, einem sogenannten viralen Rebound. Denn in dieser Phase können sich resistente Viren ausbreiten; das Medikament verliert an Wirksamkeit. Führende Experten, die auch an der Entwicklung neuer Substanzen beteiligt sind, empfehlen deshalb eine Kombination aus einem pegylierten Interferon mit konstanten Wirkspiegeln und daraus folgender kontinuierlicher Virussuppression. (Pawlotsky JM, 2007, Gastroenterology 132: 1611-1615). Neue Interferone: IFNgamma, PEGAmax, Albuferon Zirrhoseprogressionshemmung Auch Hepatitis C-Patienten, die mit der Kombinationstherapie nicht vollständig virusfrei werden, profitieren vom Interferon: die Leberschädigung und somit auch die Entstehung einer Leberzirrhose oder eines Leberkrebses werden verzögert. Nahezu alle Patienten, die auf die Therapie mit pegyliertem Interferon alfa-2a ansprechen, auch die, die nach Therapieende nicht vollständig virusfrei sind, zeigen eine deutliche Verbesserung der Struktur (Histologie) des Lebergewebes. Nach neuesten Studien konnte leider kein eindeutiger Beweis erbracht werden, das die Langzeittherapie als Progressionshemmung für alle positiv verläuft.
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