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Testverfahren

Testverfahren

 

Um den Verdacht auf Hepatitis C zu begründen werden 4 "Testgänge" durchlaufen. Erst wenn diese Ergebnisse gesichert sind, kann über eine Therapie und Länge der Therapie entschieden werden.

Antikörper

Der nächste Schritt ist deshalb der Nachweis von spezifischen Antikörpern (AK) gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV).
Mit Hilfe eines so genannten ELIS

A-T

ests (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) können spezifische Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV-AK) etwa 3 Monate nach der Infektion nachgewiesen werden. Da die Antikörper aber über jahre- bis jahrzehntelang im Körper bleiben, auch wenn die Hepatitis C schon überwunden ist, lässt ihr Nachweis keine Rückschlüsse auf die Aktivität der Erkrankung zu. F

ällt daher der ELISA-Test positiv aus, d. h. wurden Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus gefunden, muss die Diagnose zusätzlich mit einem so genannten PCR-Test (Polymerase Chain Reaction) bestätigt werden.

 

Hepatitis-C-RNS (HCU-RNS) bzw. Hepatitis-C-RNA (HCV-RNA)

Schemadarstellung DNSDer PCR-Test ermöglicht den direkten Nachweis des Hepatitis-C-Virus, bzw. Abschnitte seiner RNS (Ribonukleinsäure, bzw. Ribonucleic acid RNA) im Blut.

Die RNS (Ribonukleinsäure) gehört mit der DNS [Desoxyribonukleinsäure] zu den Trägern des genetischen Codes (Erbsubstanz) im Körper. Sie enthält die vollständige Erbinformation, die für den Aufbau und den Erhalt von Leben notwendig ist. Da jeder Organismus eine charakteristische Struktur der RNS besitzt, wird die Analyse der RNS bzw. kleiner RNS-Abschnitte zur Identifizierung von Organismen wie z. B. des Hepatitis-C-Virus herangezogen. Mit Hilfe des PCR-Tests können bestimmte RNS-Sequenzen des Hepatitis-C-Virus im Blut nachgewiesen werden, und somit ist eine eindeutige Diagnose gewährleistet.


Qualitative und quantitative Testverfahren

Das qualitative Testverfahren der HCV-RNA im Serum mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) sagt aus, ob nachweislich eine Hepatitis C vorliegt.
Dieser Test sagt nicht aus, in welcher Menge das Virus vorliegt, noch welcher Genotyp des Virus vorliegt, er kann lediglich als Bestätigungstest angesehen werden.
Bei immunsupprimierten Patienten (Personen die evtl. keine Antikörper bei Hepatitis C bilden) können nur mit Hilfe eines qualitativen Tests als gesund oder infiziert eingestuft werden.


Im Gegensatz zum qualitativen Testverfahren bestimmt das quantitative Testverfahren die Virenlast (Virenmenge, Viren-load). Anhand der Virenmenge kann unter Einbezug des Genotyp bereits ein erstes Behandlungskonzept erarbeitet werden. Die Virenlast ist auch ein wichtiger Parameter für das ansprechen auf die Therapie. Zu den einzelnen Testparametern siehe auch Kapitel 4.2. Virenlast.

 

BasikdiagnsotikGenotyp und Viruslast

Der PCR-Test ermöglicht ebenfalls die Bestimmung des Genotyps und der Viruslast. Als Viruslast bezeichnet man die Anzahl der Hepatitis-C-Viren, die in einem Milliliter Körperflüssigkeit nachweisbar sind. Die Viruslast wurde bislang in Kopien/ml angegeben, die neue Einheit ist das internationale Unit (U/ml).
Als Genotypen bezeichnet man unterschiedliche genetische Variationen des Hepatitis-C-Virus.
Es werden derzeit mindestens 6 HCV-Genotypen und ca. 100 Subtypen unterschieden. In Deutschland treten die Genotypen 1 und 3 am häufigsten auf. Informationen über den Genotyp und die Viruslast sind für den behandelnden Arzt zur Erstellung eines Therapieschemas unverzichtbar. Je nach Genotyp und Viruslast wird er die Therapiedauer optimieren.
Hier wurde nur die für die Identifizierung des Hepatitis-C-Virus charakteristischen Untersuchungen aufgeführt.

 

 

Quelle: Hoffmann-La Roche: „Wichtige Informationen zu Hepatitis C“

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. September 2010 um 05:51 Uhr
 
Samstag, 04. Februar 2012