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Der Schock war groß ! Und die Infektionswege ??? Für mich kamen 2 Möglichkeiten in Frage: entweder durch eine infizierte Blutkonserve bei einer Operation 1991 in der Frauenklinik, oder durch die Zahnbehandlungen unter miserablen Umständen in meiner Heimat Vietnam um 1979. Mein Mann hatte sich damals sofort im Internet informiert und wir haben die Geschichten Betroffener auf der Homepage des Deutschen Hepatitis C Forums e.V. mit gemischten Gefühlen gelesen. Ich legte einen weissen Ordner an, in dem wir alles sammelten, was uns in die Finger kam - und das war auch bitter nötig, denn die "normalen" Ärzte waren mit dem Thema meist total überfordert. Immer wenn ich Zweifel hatte, war ein Gespräch mit Herrn Dr. Zachoval im Klinikum München/Großhadern eine Beruhigung. Er konnte mir und meinem Mann den Optimissmus vermitteln, der nötig ist, um eine Therapie zu beginnen. Ich wollte aber mit der Therapie nichts überstürzen, ich wollte innerlich dazu bereit sein. Und so ergab sich vor Beginn der Therapie der folgende extrem schwankende Verlauf: Juli 1997: Virus RNA quantitativ 100.000 eq/ml Jan. 1998: RNA 3.400 eq/ml !!! Das letzte Gespräch mit Dr. Zachoval war die endgültige Entscheidung für die Therapie. Am Donnerstag, 15. März habe ich dann die erste Spritze Depot-Interferon mit Ribavirin vom behandelnden Arzt, Professor Clemm in München, bekommen. Ich war sehr aufgeregt. Wann kamen die angekündigten unerträglichen Nebenwirkungen ??? In der Nacht waren sie dann da - aber nicht so schlimm, wie ich gefürchtet hatte. Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, wie bei einer Erkältung. Wegen der erwarteten Nebenwirkungen hatte ich während der Therapie alle Freitage freigenommen, denn Donnerstag Abend war immer unser Spritzentermin. Zu Beginn war ich nicht sehr zufrieden mit den Künsten meines Mannes. Er war noch aufgeregter, als ich - aber das gab sich. Nach drei Spritzen wurden die Werte ermittelt - und seitdem bin ich virenfrei !!! Die 6-monatige Therapie machte ich aber weiter. Am 20.9.2001 bekam ich die letzte Spritze und war froh, dass die Therapie vorüber war. Gegen Ende und nach Abschluss der Therapie waren mir viele Haare ausgefallen. Aber das A und O ist doch der Erfolg. Ich habe geschafft, was ich gewollt hatte !!! Die letzte Untersuchung am 18. Juni 2002 war RNA negativ, also keine Viren mehr nachweisbar. Dafür danken ich und mein Mann den zuständigen Ärzten, meinem Umfeld: meinen Angehörigen, den verständnisvollen Chefs und Kolleginnen, Kollegen meines Mannes - sie alle waren mit mir bei der Therapie. Schön, dass ich solche Menschen um mich habe! Dann wünche ich Euch allen Betroffenen, die noch vor der Therapie stehen, so viel Glück und drücke Euch fest die Daumen ! Loan
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Mit dem Thema HCV und dessen Behandlung habe ich mich erstmals beschäftigt, seitdem ich durch Zufall erfahren hatte, dass ich diese Viren in mir hatte. Der Verdacht aufgrund der schlechten Leberwerte bestätigte sich im Sommer 1997: Hepatitis C mit dem Genotyp 2a