Wie im vorherigen Kapitel schon erwähnt, wird HCV überwiegend (parenteral) über das Blut übertragen. Ansteckend sind sowohl frisch als auch chronisch erkrankte Menschen und gesunde Virusträger. Seit 1999 werden in Deutschland Blutspende Konserven mit einem Testverfahren auf HCV untersucht, so dass eine Übertragung durch Blutkonserven nicht mehr wahrscheinlich ist.
Auch der Austausch von Körperflüssigkeiten, beispielsweise beim Küssen, oder beim Geschlechtsverkehr,
spielt keine große Rolle bei der Infektion. (Alary et al. Am J Public Health, 2005).
Die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Geburt, wird in unterschiedlichen Studien mit einen Risiko von ca 4-7% angegeben.
Eine Übertragung beim Stillen wird ebenfalls als extrem gering eingestuft, sofern keine Verletzung der
Mamillen (Brustwarzen) vorliegt.
Bekannt ist aber, dass folgende Verhaltensweisen das Risiko einer Hepatitis-C-Infektion deutlich erhöhen:
- ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern
- riskante Sexualpraktiken, insbesondere Analverkehr
- gemeinsames Nutzen eines Injektionsbesteckes unter Fixern
- Tätowierungen und Piercing
Das Hepatitis-C-Virus wird dagegen nicht übertragen:
- beim Händeschütteln
- durch Insektenstiche
- durch gemeinsame Benutzung von Küche oder Badezimmer
Risikogruppen
Zu den Risikogruppen gehören vor allem Personen, welche vor 1990 eine Bluttransfusion erhalten haben. Ein hohes Risiko liegt auch in der Drogenszene vor, bei dem gemeinsamen benutzen von Spritzenbesteck zum intravenösen Konsum. Bei Tätowierungen und auch Piercing besteht auch eine relativ hohe Möglichkeit des Ansteckungsrisikos.
Es ist nicht immer nachzuvollziehen, wo und wann man sich infiziert haben könnte. Anhand der Statistik des Kompetenznetz Hepatitis liegen folgende Erfahrungswerte vor:
| Kein Risiko (unbekannte Infektion) |
39% |
homosexueller GV
|
3% |
Hetero GV
|
2% |
Blutprodukte
|
21% |
med. Personal
|
4% |
Drogenkonsum
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23% |
Herkunft aus Endemiegebieten
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8% |