| Fragen zum Thema Hepatitis C |
Fragen zum Thema Hepatitis C
Leider kann es vorkommen, dass ein Antikörpertest falsch positiv anzeigt (seltener umgekehrt), daher ist ein direkter „Virennachweistest“ immer zu empfehlen (siehe nächste Frage).
In einem „großen“ Butbild können Antikörper sowie die Leberwerte festgestellt werden. Das ist aber noch keine definitive Aussage. In einem sog. PCR-Test kann das Virus nach Genotyp und Population erkannt werden. Daneben existieren noch weitere Tests wie eine Gewebeentnahme der Leber, um deren Schädigungsgrad festzustellen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Sonographie (Ultraschall) und den Fibroscan (von der Handhabung ähnlich dem Ultraschall).
Da das Hepatitis C-Virus von Blut zu Blut übertragen wird, sind Infektionswege wie Nadeltausch bei Drogenkonsum, Tätowierungen oder Nadelstichverletzungen bei medizinischem Personal häufig. Blutkonserven werden seit 1990 auf HCV untersucht und deshalb sollte hier eine Infektion so gut wie ausgeschlossen sein. In der Vergangenheit, vor 1990, spielte dieser Übertragungsweg jedoch eine große Rolle.
Im Rahmen der täglichen Hygiene kann das Virus nicht übertragen werden. Der Betroffene sollte seine Hygieneartikel wie Einmalrasierer und Zahnbürste sowie Utensilien für die Maniküre und Pediküre separat nutzen, um bei eventuellen Verletzungen und den daraus entstehenden Blutverunreinigungen am Gerät und somit letztendlich der daraus entstehenden Infektionsgefahr vorzubeugen. Die sexuelle Übertragung ist gering und liegt unter 3%. Eine Co-Infektion mit HIV erhöht allerdings das Risiko der sexuellen Übertragung.
Das können lokale Selbsthilfegruppen sein, an die Sie Ihr Arzt verweisen kann. Er kann Ihnen auch bestimmte medizinische Zentren und Forschungseinrichtungen empfehlen. Er kann Ihnen Quellen zusammenstellen, wo Sie Information über Ihre Krankheit finden, oder Ihnen sagen, wer Informationen oder experimentelle Therapien anbietet.
Zur Zeit gibt es in Deutschland nur die Möglichkeit der Kombitherapie mit den Medikamenten Ribavirin und Interferon, ein weiteres zusätzliches Medikament, welches hoffnungsvolle Studien vorzuweisen hat, wird voraussichtlich Anfang 2012 zugelassen werden.
Nein. Zur Zeit gibt es keine alternative Therapie.
Erklärtes Behandlungsziel ist es, in der 12. Therapiewoche virenfrei zu sein. Dazu wird in regelmäßigen Abständen die Virenlast kontrolliert. Sollte es nicht zu diesem Ergebnis kommen, werden Sie mit Ihrem Arzt besprechen in wie weit eine Fortführung evtl. doch noch Sinn macht, oder abgebrochen werden muß.
Über eine Transplantation entscheidet der tatsächliche Zustand ihrer Leber und natürlich die Verfügbarkeit über ein Transplantat. Es ist für sie wichtig zu wissen, daß eine transplantierte Leber nicht den Virus eliminiert. Die Krankheit Hepatitis C besteht weiterhin.
Es gibt natürliche Wirkstoffe, die ihre Leber unterstützen. Hier sollten sie sich von ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen, denn nicht jedes „natürliche Heilmittel“ ist für eine kranke Leberauch wirklich hilfreich. Es kann sogar negative Auswirkungen auf die Leber haben. Auch kann ihre Ernährung unterstützend auf den Zustand ihrer Leber einwirken. Hier sollten sie sich auch mit ihrem Arzt unterhalten, insbesonders wenn die Leber schon zirrhotisch ist. Hier gelten besondere Diäthinweise /Vorschriften / Vorschläge.
Ihr behandelnder Arzt wird die Notwendigkeit der Arztbesuche mit ihnen absprechen. Auf jeden Fall aber sollte der Zustand ihrer Leber in einem Abstand eines halben Jahres untersucht werden. Auch nach erfolgreicher Therapie.
Selbstverständlich an ihren behandelnden Arzt oder dessen Vertretung.
Das ist von Fall zu Fall verschieden und hängt von ihrer körperlichen Fitness und gesamten Konstitution ab. Manche können ohne Einschränkung ihrer normalen Tätigkeit nachgehen. Anderseits sind aber auch Fälle dokumentiert, die über den gesamten Zeitraum der Therapie arbeitsunfähig waren.
Sie sollten natürlich versuchen ihr Leben so normal wie möglich weiter zu leben. Soziale Kontakte sind weiterhin wichtig. Sofern sie in der körperlichen Verfassung sind und Sport ausüben können, sollten sie das auch tun. Jedoch sollten sie ihre Leistungsgrenze nicht übersteigen.
Ja. Sie müssen mit Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen rechnen. Deshalb ist auch ein stabiles, soziales Umfeld wichtig. Es ist zu empfehlen, sich während der Interferontherapie psychologisch begleiten zu lassen. Oft wird Ihnen der Arzt ein Antidepressiva empfehlen, welches nur für die Zeit der Therapie gegeben wird.
Natürlich sollten sie alles was ihrer Leber schadet, nicht zu sich nehmen. Bezüglich der Medikamente sollten Sie sich mit ihrem Arzt absprechen.
Es sind keine Auswirkungen bekannt. Wichtig ist allerdings, daß eine Zeugung während und 6 Monate nach einer Therapie ausgeschlossen wird! Denn das Medikament Ribavirin ist erbgutschädigend. Nach Einhaltung dieser Frist bestehen jedoch keine Bedenken.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. April 2011 um 18:12 Uhr |

