| Fragen bezüglich der Behandlung |
Fragen bezüglich der Behandlung
Zur Zeit gibt es pegylisierte Interferone (z.B. Pegasys) auf dem deutschen Markt, die zusammen mit einem Virostatikum (Ribavirin) eingesetzt werden. Wie schon auf Seite 1 erwähnt, wird in ca. einem Jahr ein weiteres zusätzliches Medikament auf den deutschen Markt kommen, welches zusammen mit der jetzt schon bekannten Kombitherapie eingesetzt wird.
Nach dem heutigen Stand 50 – 80%, je nach Genotyp.
Es scheint so zu sein, dass die Leber sich auf Grund der Medikamentengabe zumindest für einen gewissen Zeitraum erholt. Andere, nachteilige Auswirkungen sind nicht dokumentiert
Je nach Virentyp dauert die Therapie zwischen 24 und 48 Wochen, unter Umständen auch bis zu 72 Wochen, je nach Genotyp und Ansprechverhalten auf die Medikamente.
Nach einer Pause von mindestens einem halben Jahr kann ein erneuter Therapieversuch gestartet werden. Es muss dann geschaut werden, ob die erste Therapie eventuell nicht ganz optimal dosiert war und kann dann folgernd etwas anders vorgehen.
In der Regel ist es so, dass Interferon einmal in der Woche gespritzt wird. Die Tabletten werden in Kombination täglich eingenommen. Die Dosis bestimmt der Arzt.
Das Interferon (die Spritzen) muss im Kühlschrank gelagert werden. Die Tabletten bewahrt man bei Raumtemperatur auf.
Jeder Organismus reagiert verschieden. Alkohol sollte auf jeden Fall gemieden werden. Auch andere „Gifte“, wie z.B. Nikotin, werden von der Leber verarbeitet und belasten diese. Hier sollte auch auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.
Die Nebenwirkungen sind in der Packungsbeilage der Medikamente beschrieben. Erfahrungsgemäß kann ein Teil der Nebenwirkungen auftreten, das ist je nach Organismus verschieden. Die Nebenwirkungen klingen nach Beendigung der Therapie wieder ab, das kann aber bis zu 6 Monate und länger dauern.
Die körperlichen Nebenwirkungen können nach Absprache mit dem Arzt sehr gut mit Paracetamol oder Ibuprofen aufgefangen werden, die psychischen Nebenwirkungen kann man mit Psychopharmaka in den Griff bekommen. Doch auch hier sollte unbedingt vorher mit dem Arzt gesprochen werden. In einzelnen Fällen hilft auch die Betreuung durch einen Therapeuten.
Eine Schwangerschaft muss auf jeden Fall ausgeschlossen werden/sein. Wie schon auf Seite 1 erwähnt, ist das Medikament Ribavirin erbgutschädigend.
Hier ist es auch wieder von Fall zu Fall verschieden. Es kann beim Mann zu Erektionsstörungen kommen sowie bei der Frau zu sexueller Unlust. Aber auch das geht nach Beendigung der Therapie wieder zurück.
Ja, möglich wäre es schon, nur ist dann natürlich der Erfolg der Therapie kaum gegeben. Je nach Art der Nebenwirkung kann Ihr Arzt Ihnen eventuell helfen, bevor es wirklich zu einem Abbruch kommt.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. April 2011 um 18:18 Uhr |

